Biotin ist ein essentielles B-Vitamin, das eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheit von Pferden spielt. Biotin hat einen positiven Einfluss auf die Bildung von Keratin. Keratinproteine bilden die Grundlage für den Aufbau von Hufen, Haut und Fell. Darüber hinaus fungiert Biotin als Coenzym im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen, unterstützt den Stoffwechsel und trägt zu einer gesunden Haut, einem glänzenden Fell und einem guten Hufwachstum bei.
Woher bekommen Pferde Biotin?
Pferde nehmen Biotin hauptsächlich über ihre Nahrung auf, insbesondere aus Gras und Raufutter. Auch Futtermittel wie Hafer, Gerste, Sojamehl, Reiskleie und Melasse enthalten Biotin. Außerdem können Mikroorganismen im hinteren Teil des Darms selbst Biotin produzieren. In den meisten Fällen ist diese körpereigene Produktion ausreichend für ein gesundes Wachstum von Hufen, Haut und Fell.
Biotin wird häufig als Ergänzungsfuttermittel dem Futter zugesetzt. Ein Überschuss an Biotin wird über die Nieren ausgeschieden. Die Hufe eines Pferdes wachsen von der Kronkante nach unten. Biotin stärkt nur neu gebildetes Huf-, Haut- und Haarkeratin. Da die Hufe eines Pferdes langsam wachsen – etwa drei Zentimeter in sechs Monaten – wird die Wirkung einer Biotinergänzung oft erst nach längerer Zeit sichtbar.
Biotinmangel bei Pferden
Ein Biotinmangel kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel unzureichende Mengen an Gras und Raufutter, Schwankungen des Biotingehalts im Heu oder eine verminderte Darmfunktion. Dadurch kann die Aufnahme von Biotin ins Blut abnehmen. Mögliche Symptome eines Mangels sind unter anderem:
• Verminderte Hornqualität
• Abnorme Hufform
• Vermindertes Hufwachstum
• Weiche Hufe
• Stumpfes Fell
• Verminderte Hautwiderstandskraft
• Müdigkeit
• Verminderter Appetit
• Muskelschmerzen
Die Bedeutung gesunder Hufe bei Pferden
Gesunde Hufe sind für das Wohlbefinden von Pferden von großer Bedeutung. Ein gesunder Huf besitzt eine starke äußere Hornschicht, die mithilfe verschiedener Nährstoffe aufgebaut wird. Ein Mangel an einem oder mehreren dieser Nährstoffe kann die Hornschicht schwächen, was zu einer Austrocknung der Hufe führen kann. Neben einer ausgewogenen Ernährung ist auch die Hufpflege entscheidend. Dazu gehören regelmäßiges Ausschneiden oder Beschlagen sowie das Vermeiden einer längeren Belastung durch extreme Trockenheit oder Feuchtigkeit.